Grundschulverbund Nordkirchen

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Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit ist ein entscheidendes Bindeglied zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Eltern sowie den Fachdiensten im Sozialraum Nordkirchen.

Schulsozialarbeit ist vielfältig. Folgende Schwerpunkte können in der Arbeit ausgemacht werden:

  • die Arbeit mit dem Kind
  • die Zusammenarbeit mit dem Kollegium
  • die Arbeit mit den Eltern/Sorgeberechtigten

Die Arbeit mit dem Kind

Ein Schwerpunkt von Schulsozialarbeit an der Grundschule ist die Arbeit mit dem Kind. Schulsozialarbeit sieht sich hierbei nicht vorrangig als „Feuerwehr“, die nur hinzugerufen wird, wenn Probleme sichtbar werden. Die präventive Arbeit vor Ort sollte einen hohen Stellenwert haben. Innerhalb der Gemeinde Nordkirchen ist aktuell eine Schulsozialarbeiterin mit 20,5 Stunden für die Mauritiusgrundschule Nordkirchen, sowie für den Grundschulverbund Nordkirchen mit seinen beiden Standorten in Südkirchen und Capelle tätig. Im Alltag bedeutet dies, dass jedes Kollegium einen Tag in der Woche von der Fachkompetenz der Schulsozialarbeit profitieren kann. In Einzelfällen und Besonderheiten kann die Fachkraft jedoch per Mail oder telefonisch erreicht werde. Schulsozialarbeit ist nicht in die übliche Leistungsforderung und –bewertung eingebunden. Somit hat sie die Möglichkeit, offenere und individuellere Beziehungen zu Schulkindern aufzubauen, als dies für LehrerInnen möglich ist.

  • Kindersprechstunde

Die Kindersprechstunde ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialpädagogischen Arbeit. Sie wurde ins Leben gerufen, um jedem Kind die Möglichkeit zu geben sich an die Fachkraft zu wenden.  Je nach Absprache können Termine während oder nach dem Unterricht vergeben werden. Die Kinder können alleine, mit einem Freund oder in einer kleinen Gruppe zur Kindersprechstunde kommen. Für Notfälle ist die Schulsozialarbeiterin auch sofort ansprechbar. Es ist für die Kinder von großer Bedeutung, dass die Schulsozialarbeiterin unter Schweigepflicht (auch gegenüber der Eltern, Lehrern usw.) steht. Nur so können die Schülerinnen und Schüler ohne Angst ihre kleinen und großen Sorgen loswerden.

  • Kompetenzstärkung

Eine weitere Aufgabe der Schulsozialarbeiterin ist es, Programme zur Förderung und Weiterentwicklung der emotionalen und sozialen Kompetenzen der Schüler zu entwickeln oder vorhandene Programme, wie z.B. die schulischen Gewaltpräventionsprogramme mit dem Theaterpädagogen Olaf Herzog, zu nutzen.

Neben der Förderung der Sozialkompetenz nimmt auch die Genderarbeit Raum ein. In einer Zeit, in der viele SchülerInnen mit einem alleinerziehenden Elternteil oder in einer „Patchwork“ -Familie aufwachsen, fehlen häufig geschlechterspezifische Vorbilder.

Die Zusammenarbeit mit dem Kollegium

Ein zentraler Arbeitsbereich ist die Zusammenarbeit mit dem Kollegium, zu dem neben den Lehrerinnen auch die OGS-Kräfte zählen. Ohne diese Teamarbeit verliert die Arbeit mit und für das Kind an Wirksamkeit.

  • Unterstützung bei Elterngesprächen

Besonders wenn in einem Eltern-Lehrer-Gespräch neben den Leistungsdefiziten des Schülers auch dessen Sozialverhalten thematisiert wird, ist die Schulsozialarbeit gefragt. Eltern können hinsichtlich Sozialverhalten und Lernförderung ergänzend beraten werden.

Die Arbeit mit den Eltern/Sorgeberechtigten

Es gibt unterschiedliche Ausgangsituationen für ein Gespräch zwischen Eltern und der Schulsozialarbeiterin:

  • Eltern, die um Hilfe und Unterstützung bitten

Eltern können aus eigenem Antrieb die Schulsozialarbeiterin aufsuchen. Die Beweggründe können unterschiedlich sein. Es können Fragen und Probleme, die im familiären sowie schulischen Bereich auftauchen, thematisiert werden. Die Schulsozialarbeiterin unterstützt und stellt dann gegebenenfalls den Kontakt zu entsprechenden Fachstellen her.

  • Kinder, die um Hilfe bitten

Kinder verspüren eventuell Not und wenden sich hilfesuchend an die Schulsozialarbeiterin. Aus dieser Hilfesuche heraus kann die Notwendigkeit entstehen, Eltern zu einem Gespräch einzuladen. So z.B., wenn das Kind von häuslicher Gewalt oder von Misshandlung berichtet. Das daraus resultierende Gespräch gibt den Eltern die Möglichkeit, ihre Sicht zu schildern und gegebenenfalls mit dem Jugendamt im Interesse des Kindes die weiteren Schritte zu planen.

  • Bedarf, den die Schulsozialarbeiterin oder die Lehrerin sieht

Es kommt immer wieder vor, dass Lehrerinnen und/oder Schulsozialarbeiterinnen bemerken, dass in der Familie eines Schülers Hilfe zur Erziehung benötigt wird. Angefangen bei der Unterstützung bezüglich Organisation und Zuverlässigkeit bis hin zur Sicherung des Kindeswohls (Zahnarztbesuch, Frühstück, passende Kleidung etc.). In diesen Gesprächen wird erörtert, welche Umstände zu den Auffälligkeiten führen und welche Möglichkeiten gesehen werden, um an der Situation etwas zu ändern. Es muss geklärt werden, welche Unterstützung die Familie braucht, um Veränderungen herbeiführen zu können, und ob und gegebenenfalls welche Fachkräfte hinzugezogen werden müssen. Die Gespräche werden protokolliert und von den Eltern/Sorgeberechtigten, die an dem Gespräch teilgenommen haben, unterzeichnet.

Netzwerkarbeit

Die Schulsozialarbeiterin verfügt über Informationen darüber, wer zum Sozialraum gehört. Innerhalb eines Netzwerkes ist eine schnelle und konstruktive Umsetzung von Maßnahmen möglich. Somit ist die Vernetzung der Schulsozialarbeiterin im Sozialraum von großer Bedeutung. Unterschiedliche Sichtweisen können durch die Vernetzung und Zusammenarbeit verschiedener Professionen zum Tragen kommen und eine optimale Beratung und Betreuung stattfinden. Diese Vernetzung trägt zudem zur Integration der Schule in den Sozialraum bei. Hierbei profitieren alle Akteure.

Zum Netzwerk gehören z.B.:

  • weiterführende Schule
  • Schulpsychologe,
  • Jugendzentrum
  • Jugendamt, Jugendhilfe

Verfügbarkeit unserer Sozialarbeiterin Frau Freese

Montags: wechselnde Standorte

Dienstags: Mauritiusgrundschule in Nordkirchen

Mittwochs: Grundschulverbund, Standort Capelle

Donnerstags: Grundschulverbund, Standort Südkirchen

Erreichbarkeit

Tel.: 0151 44687104

Email: annika.freese(@)suedcap.de

            afreese(@)jugendhilfe-werne.de